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Fachinformationen | 20.01.2017

Die CSR-Berichtspflicht ist für alle ein Thema

Dem Thema der CSR-Berichtspflicht entkommt momentan keiner mehr. Ca. 6000 Unternehmen sind in diesem Jahr dazu verpflichtet, über Ihre Aktivitäten und Bemühungen in punkto Nachhaltigkeit zu berichten und somit zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Von der EU-weiten Regelung sind vor allem Unternehmen betroffen, die im öffentlichen Interesse agieren und mehr als 500 Mitarbeiter haben. Die meisten Deutschen Unternehmer können sich also weiterhin entspannt zurücklehnen – denkt man. Warum man sich mit dem Thema auch dann auseinandersetzen sollte, wenn einen die gesetzliche Verpflichtung nicht trifft? Weil es hilft, Unternehmertum zu reflektieren, Verantwortung zu tragen und Transparenz zu fördern.

Viele KMU berichten bereits über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten und reichen ihre Berichte beim Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ein. Dieses bewertet zusammen mit seinem Kooperationspartner „future e.V. – verantwortung unternehmen“ jährlich Nachhaltigkeitsberichte auf ihre Transparenz und Offenheit sowie die Qualität ihrer Reflektion. Dabei steht besonders die vorgenommene Einschätzung und Darstellung sozialer und ökologischer Auswirkungen im Vordergrund.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex oder die Global Reporting Initiative (GRI) bieten Unternehmen Indices, nach denen berichtet werden kann – so können Unternehmen sichergehen, keine Aspekte der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung ungeachtet zu lassen. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist dabei besonders für KMU ein guter Einstieg in die Berichterstattung. Dr. Gerd Scholl, Forschungsfeldleiter Unternehmensführung und Konsum am IÖW weiß jedoch, dass auch für KMU der internationale Standard GRI immer wichtiger wird. So wurde 2016 in 28 von 40 durch KMU eingereichten Nachhaltigkeitsberichten der GRI-Standard genutzt.

Durch die Veröffentlichung von Rankings und der stetig zunehmenden Aufmerksamkeit, die dem Thema Nachhaltigkeit zukommt, erwartet Dr. Scholl, dass auch weitere KMU sich für eine freiwillige Berichterstattung entscheiden werden und so die nachhaltige Entwicklung aktiv mitgestalten.

Das vollständige Interview mit Dr. Gerd Scholl „Ready for Reporting? Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung im deutschen Mittelstand sowie Best-Practice Beispiele finden Sie hier.

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