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Produktinformation | 07.11.2018

Der neue Krimi „Offenes Spiel“ und offene Worte von Alex Bo

Offenes SpielEs muss nicht immer Mord und Totschlag sein …

… obwohl, so ganz ohne Toten kommt auch der Wirtschaftskrimi Offenes Spiel von Alex Bo nicht aus. Im Vordergrund aber steht ein Millionenbetrug, denn der erste Fall, den der alte Hase Sebastian Hochgräber im Dezernat für Wirtschaftskriminalität mit seiner neuen, jungen Kollegin Claudia Pandura aufklären muss, ist der des Großhoteliers Krampitz, der seine Hotelkette verkaufen möchte. Die Verträge sind gemacht, aber als die ersten 12 Millionen des Käufers vom Notaranderkonto an den Hotelier überwiesen werden sollen, verschwinden sie auf ein Konto in der Schweiz.

Aber nicht nur das Sujet ist anders als bei den klassischen Krimis. Denn schon sehr bald ist Hochgräber überzeugt: Krampitz‘ Steuerberater Michael Senger hat bei dem Betrug seine Finger im Spiel. Doch der hat ein wasserdichtes Alibi. Inwiefern ist Sengers Zwillingsbruder Andreas in den Fall verwickelt? Und steht die Serie mysteriöser Überfälle auf Postboten vielleicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Millionen?

Was immer das Ermittler-Duo Hochgräber/Pandura unternimmt, um die Senger-Brüder zu überführen, Michael Senger ist ihnen immer einen Schritt voraus …

Wir haben gefragt: Wieso die Abkehr von dem klassischen „Who done it“?
„Who done it ist ja eine der bekanntesten und ältesten Formate in der Kriminalliteratur. Mir hatten es aber besonders abweichende Formen angetan“, erklärt Bo. „Zum Beispiel faszinierten mich als junger Teenager die Columbo-Filme, die in Deutschland Mitte der 1970iger im Fernsehen gezeigt wurden. Obwohl der Täter immer gleich zu Beginn der jeweiligen Serienepisode bekannt war, blieb die Geschichte erstaunlicherweise spannend. Das Format des Howcatchem ist dem von mir in „Offenes Spiel“ verwandten How done it sehr ähnlich, quasi eine Mischung. Die Spannung wird gehalten, weil der Leser zum einen wissen will, wie der oder die Täter vorgegangen sind, aber eben auch, wie sie dennoch überführt werden können.

Reine Fantasie oder wahre Begebenheit?
Bo ist aufgrund jahrelanger Erfahrungen quasi Insider, was die Arbeiten in einem Notariat anbelangt. Liegt es da nicht nahe, dass dem Roman eine wahre Begebenheit zugrunde liegt? Oder wie sonst kommt man auf einen derartigen Plot?

Bo schüttelt den Kopf: „Nein, nein, nein. Gerade die praktizierten Abwicklungen von notariellen Verträgen sind juristisch und tatsächlich mehrfach abgesichert. Mich reizte es, einen theoretischen (!) Plan zu entwickeln, der trotz dieser scheinbaren Absicherungen funktionieren könnte. Und als diese Grundidee in meinem Kopf geboren war, war der Plot sehr einfach zu entwickeln.“

Das perfekte Verbrechen?
Wir finden diese Frage liegt nahe: Haben Sie vielleicht eine Anleitung für das perfekte Verbrechen geschrieben?
„Hätte der Täter/die Täter in meiner Geschichte nicht irgendwie Pech gehabt und wäre die Figur meines Ermittlers nicht so unglaublich hartnäckig gewesen ... wer weiß.“ Bo kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Hilfreich ist auch die Tatsache, dass die ansonsten doch sehr fortschrittliche Forensik bei Mehrlingen noch relativ eingeschränkt funktioniert. Ein normaler DAN-Abgleich umfasst bis zu ca. 20 Merkmale. Um z. B. Unterschiede bei eineiigen Zwillingen herauszufinden, benötigt es in der Regel mehr als 20 Merkmale. Eine solche Analyse ist zwar grundsätzlich möglich, gehört aber nicht zu den üblichen Ermittlungsmethoden. Ja, irgendwie war der Plan schon ziemlich perfekt 😉“

Zwar ist es normalerweise immer unser Ziel, unsere Leser stets bei ihrer Arbeit und in ihrem Praxisalltag mit Infos, Tipps und Hinweisen zu unterstützen, aber im Fall Krampitz geht uns wirklich nur um Ihre Unterhaltung. Lesen Sie doch einmal rein!

Offenes Spiel

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