BWA-Analyse: Auswirkungen der Corona-Krise auf die kurzfristige Erfolgsrechnung

Aufsatz von Dr. Carola Rinker, NWB-BB 5/2020 S. 159

Auswirkungen auf kurzfristige Erfolgsrechnung branchenabhängig 

Die Auswirkungen auf die einzelnen Posten der kurzfristigen Erfolgsrechnung sind abhängig davon, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist. Während bei einigen Unternehmen, wie beispielsweise Hotels und Weiterbildungsakademien, aufgrund der vorübergehenden Schließung des Betriebs keinerlei Umsatzerlöse erwirtschaftet werden, wird in anderen Betrieben, wie beispielsweise in der Lebensmittelproduktion, die Produktion aufgrund der gestiegenen Nachfrage hochgefahren. 

Beispiele: Auswirkungen auf einzelne Positionen

Im Folgenden werden einige Beispiele aufgelistet, welche konkreten Auswirkungen sich durch den derzeitigen Shutdown der Wirtschaft auf ausgewählte Positionen der kurzfristigen Erfolsrechnung ergeben könnten.

Umsatzerlöse: 

  • Erhöhung für Unternehmen mit Produkten bzw. Dienstleistungen, die derzeit vermehrt nachgefragt werden: Spuckschutz, Headsets, Laptops, Seifen, Konservendosen, Desinfektionsmittel, Atemmasken, Toilettenpapier, Software etc. 
  • Verringerung bzw. nahezu vollständiger Einbruch für Unternehmen, die ihr Geschäft vorübergehend schließen mussten oder deren Kunden aufgrund der aktuellen Lage Aufträge storniert haben: Anbieter von Präsenzseminaren, Restaurants, Hotels, diverse Einzelhandelsgeschäfte, Messeveranstalter 

Raumkosten:

  • Verringerung bei Verhandlung mit dem Vermieter bzgl. einer (vorübergehenden) Mietminderung. 
  • Verringerung einzelner variablen Kosten, wenn die Mehrheit oder alle Mitarbeiter vorübergehend im Home Office arbeiten (Strom, Wasserverbrauch.
Kfz-Kosten (ohne Steuern):

  • Anpassung der Leasingraten prüfen (bei Kilometerleasing) und voraussichtlich deutlich weniger Kilometerleistung im laufenden Geschäftsjahr. 
  • Verringerung der variablen Kosten, wenn der Fuhrpark stillsteht. 

Die Autorin verdeutlicht in ihrem Aufsatz die Auswirkungen auf alle Positionen der kurzfristigen Erfolgsrechnung anhand eines konkreten Praxisbeispiels.

Fazit: Die kurzfristige Erfolgsrechnung für die Monate Februar und März 2020 wird bei einigen Ihrer Mandanten erheblich durch die Auswirkungen des Ausbruchs des Corona-Virus beeinflusst. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die aufgrund der verschärften Schutzmaßnahmen ihre Geschäfte schließen mussten, wie beispielsweise Hotels, Restaurants und zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte. Diese werden in einzelnen Monaten keine Umsatzerlöse ausweisen, die Kosten für Miete und Personal bleiben allerdings bestehen. Folglich ist für die betreffenden Monate je nach Branche mit einem negativen vorläufigen Ergebnis zu rechnen. 

Allgemeine Prognosen über die Auswirkungen auf die kurzfristige Erfolgsrechnung sind kaum möglich. Die bisher geltenden Verbote können aufgrund einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus auch verlängert werden. Die Bundesregierung hat innerhalb kürzester Zeit nicht nur Liquiditätshilfen für Unternehmen beschlossen, sondern auch Regelungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen. 

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