Erwarteter Verlust aus einem cashflow hedge für Beschaffungsgeschäfte

Aufsatz von Dr. Jens Freiberg, PiR 5/2020 S. 191

Für den effektiven Teil eines cashflow hedge besteht die Pflicht, die fair value-Änderungen des hedging instrument über das other comprehensive income im Eigenkapital in einer cashflow hedge-Reserve zu „parken“. Erfolgt die Designation der hedge-Beziehung zur Absicherung der Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts, scheidet ein recycling des in der Reserve geparkten Betrags aus. Erst mit Abschluss des Beschaffungsgeschäfts sind die Anschaffungskosten um die noch im Eigenkapital stehende (kumulierte) Wertänderung des hedging instruments anzupassen (IFRS 9.6.5.11(d)(i)).
Bereits vor Vollzug der Anschaffung ist die Reserve aufzulösen, wenn ein Verlust geparkt wurde und in künftigen Perioden nicht mehr mit einer Erholung (will not be recovered) zu rechnen ist (IFRS 9.6.5.11(d)(iii)). Die Auflösung der hedge-Reserve für einen Verlust, der künftig nicht recovered wird, belastet als reclassification adjustment das Periodenergebnis. Es fehlt eine Vorgabe, wie der Betrag not expected to be recovered zu bestimmen ist.
Die Kernaussagen von Herrn Freiberg zum Thema:

  1. Bei der Absicherung der Beschaffung von nichtfinanziellem Vermögen über einen cashflow hedge ist die kumulierte Wertänderung aus einem designierten Sicherungsinstrument bei Vollzug als basis adjustment den Anschaffungskosten zuzuschlagen.
  2. Ein negativer Betrag in der hedge-Reserve ist auf künftige (Wert-)Erholung zu beurteilen. Als Maßstab gelten die Bewertungsvorgaben, die bei bereits vollzogener Anschaffung in Abhängigkeit des Vermögenswerts heranzuziehen wären.
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