Public Statement der ESMA zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die Halbjahresfinanzberichte

Die ESMA hat ein Public Statement veröffentlicht, in dem sie Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Zwischenberichterstattung in 2020 thematisiert. In ihrem Statement unterstreicht die ESMA, dass aufgrund der Ereignisse im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in der ersten Hälfte des Jahres 2020 in den Halbjahresfinanzberichten zum 30.6.2020 ein besonders umfangreiches Update zum letzten vollständigen Abschluss erforderlich sein wird. COVID-19 stelle bei den meisten Unternehmen ein erhebliches Ereignis i. S. von IAS 34.15 dar, so dass Emittenten aktualisierte Informationen bereitstellen müssen, die die aktuellen und erwarteten Auswirkungen von COVID-19 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage angemessen widerspiegeln.

In diesem Zusammenhang nennt die ESMA u. a. Ausführungen zur Inanspruchnahme staatlicher Hilfsmaßnahmen, Angaben zu wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, zu Bewertungsunsicherheiten und Schätzungsänderungen, zur Bewertung von Finanzinstrumenten und nichtfinanziellen Vermögenswerten. Die ESMA weist auch darauf hin, dass die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie regelmäßig Anhaltspunkte für Wertminderungen darstellen dürften, mit der Folge, dass anlassbezogene Wertminderungstests durchzuführen sind. Eine gesonderte Darstellung von Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Gewinn- und Verlustrechnung hält die ESMA nicht für sachgerecht. Stattdessen soll eine zusammenfassende Darstellung und Erläuterung der Effekte im Anhang erfolgen.

In Bezug auf die Zwischen-Lageberichterstattung erwartet die ESMA eine Darstellung der Auswirkungen von COVID-19 auf Strategien und Ziele sowie auf Geschäftsverlauf und Lage, insbesondere Finanzlage. Darüber hinaus empfiehlt sie Angaben zu den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu begegnen, sowie eine Darstellung der möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die künftige Entwicklung inklusive der damit verbundenen Unsicherheiten.

Hinweis: Das Public Statement der ESMA vom 20.5.2020 steht hier zur Verfügung.

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