Risikoberichterstattung zur Corona-Pandemie: Trendwende weg von Boilerplates zu unternehmensrelevanten Angaben?

Aufsatz von Dr. Carola Rinker, StuB 12/2020 S. 462

In der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren zeigte sich das Boilerplates besonders in den Risikoberichten der IKB: Die Bank berichtete über alle möglichen Risiken wie beispielsweise die Personalbeschaffung, ohne jedoch über unternehmensspezifische Risiken im Detail einzugehen. Über die Verbriefungsgesellschaften wurden im Risikobericht keinerlei Angaben gemacht, obwohl diese wenige Wochen nach der Fertigstellung des Lageberichts für die faktische Insolvenz der Bank verantwortlich waren. Eine Rettung gelang damals nur durch Staatshilfen.

Seither sind nun einige Jahre vergangen: Hinsichtlich des Blicks in die Zukunft besteht die Hoffnung, dass sich seither bei der best practice der Risikoberichterstattung der Unternehmen einiges geändert hat. Anstelle von redundanten und wenig unternehmensspezifischen (Boilerplate) Angaben werden Informationen über unternehmensspezifische Auswirkungen durch die Corona-Pandemie im Risikobericht erwartet. Allerdings finden sich in den Risikoberichten immer noch allgemeine Worthülsen, die der Zielsetzung einer unternehmensspezifischen Wesentlichkeit entgegenstehen. Gerade vor dem Hintergrund der teilweise erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Branchen ist die Auslegung des DRS 20 zur Lageberichterstattung weiterhin enttäuschend. 

Der Beitrag von Dr. Carola Rinker ist wie folgt aufgebaut: Im Kap. II werden die gesetzlichen Grundlagen der unternehmensspezifischen Angaben im Lagebericht gem. § 289 HGB sowie DRS 20 dargestellt, bevor im Kap. III überprüft wird, inwieweit bei besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen die Berichterstattung unternehmensspezifischer Risiken erfolgt. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick und Fazit.

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