Erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten bei Patchwork-Familien

Die Gestaltung der Vermögensnachfolge ist schon in „klassischen“ Familienstrukturen anspruchsvoll. Richtig komplex wird sie aber in sogenannten „Patchwork-Familien“: Mal bringt einer der Partner Kinder aus einer früheren Ehe bzw. Beziehung mit, mal beide.

Manchmal kommen noch gemeinsame Kinder hinzu. Mal sind die Patchwork-Eltern verheiratet, mal nicht; mal sind sie miteinander verheiratet, mal noch mit einem früheren Partner. Und mindestens ebenso vielfältig wie die familiären Strukturen sind die Wünsche und Zielvorstellungen der Beteiligten.

Warum ist das Thema rechtlich und steuerlich so herausfordernd?

In erbrechtlichen Lehrbüchern existiert die „Deutsche Normalfamilie“. Diese besteht aus zwei Personen verschiedenen Geschlechts, die miteinander in gültiger Ehe leben und mehrere gemeinsame Kinder haben, die der gemeinsamen Ehe entstammen. Neben dieser „Normalfamilie“ zeitigt das Leben jedoch vielfältige anderweitige Lebensformen. Für einen Teil dieser Lebensformen wurde der Begriff der „Patchwork-Familie“ geprägt.

Auch der deutsche historische Gesetzgeber im Familien- und Erbrecht hatte bzw. auch hat teilweise noch immer ebenfalls die „Deutsche Normalfamilie“ vor Augen. Dadurch sind die gesetzlichen Regelungen oft unpassend.

Gestaltungswünsche der Mandanten

In komplexen Familienstrukturen kehren gewisse Gestaltungswünsche regelmäßig wieder. Zwar liegen diese selten in einer der im Themen-Special dargestellten „Reinformen“ vor, sie lassen sich allerdings aus didaktischen Gründen insoweit zuspitzen.

  • Absicherung des Ehegatten/nichtehelichen Lebensgefährten
  • Begünstigung der (minderjährigen) Kinder
  • Ausschluss der Teilhabe des vorherigen/getrenntlebenden Ehegatten
  • Absicherung des vorherigen/getrenntlebenden Ehegatten

Oftmals entsprechen die Gestaltungswünsche der Mandanten mehreren Reinformen zugleich, unter denen dann ein angemessener Interessenausgleich vorzunehmen ist.

Selbstverständlich kann der Weg des Beraters nicht derjenige sein, die Mandanten in eine gewisse Reinform „hineinzuberaten“. Vielmehr gilt es, den Mandantenwillen aufzuklären und hierfür dann eine passgenaue, individuelle Gestaltungslösung zu finden.

Warum ist dieses Thema so wichtig?

Um Mandanten bei komplexen Familienstrukturen im berufsrechtlich möglichen Rahmen begleiten zu können, gilt es, mit den rechtlichen und steuerlichen Themen und den diesbezüglichen Stolperfallen vertraut zu sein und die gewöhnlichen, aber auch außergewöhnlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen. Und hier setzt das Themen-Special der NWB Erben und Vermögen an.

Formulierungshilfen im Themen-Special

Die im Themen-Special „Gestaltungen bei Patchwork-Familien“ enthaltenen Arbeitshilfen unterstützen Sie bei der praktischen Arbeit.

Übersicht über die Formulierungshilfen im Themen-Special:

  • Pflichtteilsverzicht gegen Abfindung (notariell zu beurkunden)
  • Vermächtnis zur Abgeltung des Pflichtteilsanspruchs
  • Anordnung einer befreiten Vor- und Nacherbschaft
  • Vermächtnis zur Abfindung des nachehelichen Unterhaltsanspruchs

Die kostenlose Sonderausgabe „Gestaltungen bei Patchwork-Familien“ gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alle relevanten Aspekte dieses hochaktuellen Themengebietes. Sie können die kostenlose Sonderausgabe hier anfordern.

Hinweis: Sie sind bereits Abonnent der NWB-EV? Die Sonderausgabe „Gestaltungen bei Patchwork-Familien“ können Sie in der Datenbank unter NWB GAAAE-21160 aufrufen.

Banner "Erben und Vermögen: Gestaltungen bei Patchwork-Familien"

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