Steuerlich optimierte Altersversorgung von Gesellschafter-Geschäftsführern, Vorständen und Unternehmern

Der Vorsorgebedarf von Gesellschafter-Geschäftsführern und Unternehmern ist erheblich. Hohe Einkommen in Kombination mit einer niedrigen oder gar nicht vorhandenen gesetzlichen Vorsorge führen zu einem „Muss“ für die Absicherung der Risiken Alter, Invalidität und Tod. Folgerichtig findet sich bei ca. 80 % der GmbH in Deutschland eine betriebliche Altersversorgung zu Gunsten der Gesellschafter-Geschäftsführer.

Jener Personenkreis, dessen (steuer-)rechtlicher Berater und auch der Produktvertrieb werden jedoch mit immer komplizierteren Rahmenbedingungen konfrontiert. So sind für eine optimale Beratung zur betrieblichen Altersversorgung neben der Bestimmung des Versorgungsbedarfs die rechtlichen, steuerrechtlichen und produktseitigen Besonderheiten der einzelnen Durchführungswege zu durchleuchten und für den Einzelfall abzuwägen. Zudem sollten die durch die Rechtsprechung geschaffenen und von der Finanzverwaltung übernommenen Spezialvorschriften für die steuerliche Anerkennung der Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung beachtet werden, um steuererhöhende verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen zu vermeiden.

Abhängig von den vorgefundenen Rahmenbedingungen des Einzelfalls kann es zudem notwendig bzw. sinnvoll sein, statt der Einrichtung einer betrieblichen Altersversorgung eine private Vorsorge oder eine Kombination beider Wege zu empfehlen, allerdings unter Berücksichtigung der gegenseitigen teilweise negativen Einflusseffekte.

Letztlich muss die für den Gesellschafter-Geschäftsführer bzw. Unternehmer optimale Beratung alle o.g. Aspekte mit einbeziehen und erfordert somit die Zusammenarbeit des steuerlichen Beraters und des Produktvertriebs. Dies gilt nicht nur im Rahmen der Ersteinrichtung der Versorgung, sondern kontinuierlich als Reaktion auf die mit Sicherheit eintretenden Änderungen der Rahmenbedingungen.

Aus diesem Grunde soll dieses Buch gleichermaßen dem steuerlichen Berater als auch dem Produktspezialisten ein praxisbezogener und lösungsorientierter Ratgeber sein. Es bietet einen umfassenden Überblick über die komplexen Fragestellungen zur Altersversorgung von Gesellschafter-Geschäftsführern und Unternehmern. Dabei werden sowohl die Einrichtung neuer als auch die „Reparatur“ bereits bestehender Versorgungszusagen in allen für die Praxis relevanten Facetten detailliert behandelt.

Aktuelle Rechtsprechung und die relevante Verwaltungsmeinung werden kritisch beleuchtet; zahlreiche Beispiele und Praxishinweise sowie ein umfangreiches Stichwortverzeichnis runden das Buch ab. Seit dem Erscheinen der 1. Auflage 2016 bis heute kamen zu den ohnehin sehr umfangreichen Urteilen und Erlassen zahlreiche neue hinzu; sie sind allesamt eingearbeitet, so dass eine topaktuelle Lektüre zu einem hochkomplexen Bereich vorliegt.

Die Autoren sind erfahrene Berater rund um die steuerlichen Fragen zu Alterseinkünften, Altersversorgung und Finanzplanung. Ralf Linden (Dipl.-Betriebswirt FH Worms) ist Steuerberater und Bereichsleiter Produktsteuern und Recht, ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. Prof. Dr. Thomas Dommermuth ist Hochschullehrer, Steuerberater und Vorsitzender des Beirats des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Titel „Steueroptimierte Altersversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer und Unternehmer“ von Dommermuth/Linden.

Darum ist das Handbuch gerade jetzt so wertvoll für die Praxis

Gesellschafter-Geschäftsführer haben im Vergleich zu Arbeitnehmern regelmäßig einen besonders hohen Bedarf an Alters-, invaliditäts- und Todesfallabsicherung. In der Vergangenheit wurden Zusagen auf betriebliche Altersversorgung einer Kapitalgesellschaft an ihren Gesellschafter-Geschäftsführer häufig aus dem Motiv der Steuerminderung heraus gewährt und auch bemessen. Das Ergebnis ist in der Praxis sehr häufig eine weit vom tatsächlichen Bedarf entfernt liegende Versorgungssituation. Hier gilt es den gewünschten bzw. notwendigen Versorgungsbedarf im Alter, bei Tod sowie bei Invalidität sowie die bereits vorhandene Versorgung des Gesellschafter-Geschäftsführers zu ermitteln und darauf aufbauend mögliche Alternativen zur Beseitigung der ermittelten Versorgungslücken zu bestimmen.

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