Ferienimmobilien im Fokus der Finanzverwaltung

Die Oberfinanzdirektion NRW veröffentlicht jährlich auf ihrer Internetseite interne Prüffelder. Im Kalenderjahr 2017 bearbeitet die Finanzverwaltung NRW die zentralen Prüffelder „Investitionsabzugsbetrag gemäß § 7g EStG“ sowie „Verlustabzug bei Körperschaften gemäß § 8c KStG“.

Das bedeutet, die Finanzbeamten sind intern angehalten, Veranlagungen mit derartigen Inhalten nach vorgegebenen Prüfungshandlungen „genauer unter die Lupe zu nehmen“. In NRW haben die Finanzämter die Möglichkeit weitere, sog. dezentrale Prüffelder zu wählen. Ein beliebtes Schwerpunktthema der Finanzämter sind Einkünfte, die im Zusammenhang mit der Vermietung oder Veräußerung von Ferienimmobilien stehen. Vor dem Hintergrund, dass vereinzelte Finanzämter auch dieses Jahr wieder einen derartigen Schwerpunkt gesetzt haben, bietet es sich an, die unterschiedlichen Fallstricke in Umsatz-, Einkommen- und Gewerbesteuerrecht darzustellen und Praxishinweise zu Ferienimmobilien im Inland zu vermitteln.

Eine Kurzfassung dieses Beitrags finden Sie in .

I. Inländisches Immobilienvermögen in Besitz einer ausländischen Kapitalgesellschaft

Die Vermietung von im Inland belegenem Immobilienvermögen, das im Besitz einer ausländischen Kapitalgesellschaft ist, führt zu inländischen Einkünften nach § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Satz 3 EStG. Zur Reichweite ist jüngst ein BFH-Urteil ergangen (vgl.  BStBl 2017 II S. 704); hierzu Trautmann/Dörnhöfer, IWB 13/2017 S. 499). Weder internationale Steuerrechtsfragen noch verdeckte Gewinnausschüttungen bei der Nutzung einer Ferienimmobilie, die durch eine Kapitalgesellschaft gehalten wird, sollen jedoch Thema dieses Beitrags sein (vgl. hierzu u. a. Schönfeld, FR 2015 S. 156; Golombeck, BB 2014 S. 855).

II. Fallstricke bei der Umsatzsteuer

1. Vermietung

Wer in Deutschland eine Immobilie vermietet, ist Unternehmer nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und 3 UStG, weil er eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Dieser Tatbestand ist unabhängig von der Absicht, Gewinne zu erzielen (Liebhaberei), erfüllt, da nur auf die Absicht zur Erzielung von Einnahmen abgestellt wird. Hintergrund ist, dass die Vermietung einer im Inland belegenen Ferienimmobilie eine sonstige Leistung ist, die nach § 3a Abs. 3 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a UStG im Inland ausgeführt wird und somit steuerbar ist. Ob die Leistung steuerpflichtig oder steuerbefreit ist, ist für die Unternehmereigenschaft irrelevant (Stadie in Rau/Dürrwächter, UStG, § 2 Rz. 23).

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