Nachhaltige Arbeitswelt

Zukunftsfähig, effektiv und gesund ist ein Arbeitsplatz, wenn er zum einen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter Rücksicht nimmt und zum anderen die Wahl der Geräte, Möbel und Materialien durch soziale und ökologische Verträglichkeit bestimmt wird. In Deutschland lassen sich pro Person im Durschnitt 17,4 Fehltage jährlich messen. Die Tendenz ist steigend. Knapp ein Drittel dieser Fehltage ist auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückführen. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt veränderte Arbeitsumstände.

Immer mehr Arbeitszeit wird im Sitzen verbracht- viele Mitarbeiter verbringen mehr als die Hälfte des Tages sitzend. Es ist zwar sinnvoll, dass Mitarbeiter versuchen diese Zeit durch regelmäßigen Sport auszugleichen, aber der Kern des Problems wird hiermit nicht behoben.Der menschliche Körper ist auf Bewegung ausgelegt. Wir besitzen mehr als 360 Gelenke, unsere Skelettmuskulatur umfasst ca. 700 Muskeln, die Haut ist so flexibel, dass sie sich jeder unserer Bewegungen anpasst und nicht zuletzt wird der Blutfluss im Körper durch Bewegung bestimmt. Es ist also nicht verwunderlich, dass laut einer TNS Emnid Umfrage knapp die Hälfte aller Befragten sich nach mehr Mobilität am Arbeitsplatz sehnen.Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten diesem Wunsch nachzukommen und den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter gesünder und abwechslungsreicher zu gestalten.

Neben ergonomischen Schreibtischstühlen ist Flexibilität ein essentieller Faktor für die nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung. Starr zugewiesene Arbeitsplätze sollten einer projektbezogenen Sitzordnung weichen, die die Arbeit im Team unterstützt. Ermöglicht werden kann dies durch verschließbare Rollcontrainer für jeden Mitarbeiter. Diese sind nicht ortsgebunden und ermöglichen es, Arbeitsplätze an wechselnden Schreibtischen einzurichten. Auch höhenverstellbare und rollbare Tische lassen Mitarbeiter angepasst an Ihre Bedürfnisse sitzend oder aber stehend arbeiten und sorgen für körperliche Abwechslung. Bewegungspausen durch Kicker oder Dart lösen Verspannungen und schaffen ein kollegiales Miteinander im Unternehmen. Individuelle Möglichkeiten zu schaffen und Mitarbeiter zu motivieren, mehr Bewegung in ihren Arbeitsalltag zu integrieren, fördert die Gesundheit und letztlich auch die Produktivität der Mitarbeiter.

Neben der individuellen Gestaltung des Arbeitsplatzes sollten in nachhaltigen Arbeitswelten auch die Möbel- und Gerätewahl sowie der Umgang mit Ressourcen auf verantwortungsbewussten Entscheidungen begründet sein. Energieeffiziente Geräte, EDV-gestützte Abläufe und das Ersetzen von Dienstreisen durch Telefon- und Viedeokonferenzen verringern den Ressourcenverbrauch des Unternehmens. Der Umgang mit unvermeidlichen Büroartikel sollte durch umweltgerechte Entsorgungskonzepte gesteuert werden und diese in Kreisläufe zurückführen.

Der Wettbewerb „Büro und Umwelt“ schafft Anreize, Bürostrukturen zu verändern und kontinuierlich zu verbessern: Es werden jährlich umweltfreundliche Büros in vier Kategorien ausgezeichnet. Die Bewertung beinhalt dabei die Aspekte der Büroorganisation, Geräte, Materialien, Möbel, Textilien, der Verpflegung im Büro, Reinigung sowie der Entsorgung.

Warum auch Luft, Ton und Licht die nachhaltige Gestaltung von Arbeitsräumen bestimmen und wie sie für ein besseres Arbeitsklima sorgen können, erfahren Sie im Artikel „Sinnvoll für alle Sinne“.

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